Samstag, 27. Februar 2010

Krabi

Entspannungstage in Krabi...

Am späten Vormittag ist der Minibus in Krabi angekommen. Wieder wartet am Busterminal eine Meute von Bookern auf sämtliche Ankömmlinge. Ist wie auf einem Bazar für Touristen... mitterweile kenne ich das, dränge mich durch die Menschentraube und warte ein paar Minuten bis sich die allgemeine - auch meine - Desorientierung legt, um dann eine Person auszusuchen, die mir sympatisch erscheint. Und wieder habe ich Glück, ein nettes Zimmer mit Gratistransport ist schnell gefunden, auch gleich der Weitertransport zwei Tage später nach Surattahni gebucht. Und dann habe ich erstmal zwei Stunden geschlafen.... Später ein Spaziergang durch die Stadt und eine Massage! Ja, mein Rücken ist wieder transport- und massagefähig!! Wenn auch die Massagefrau kurz geschockt war, weil er doch ziemlich in Fransen hängt. Die Kollegin hat danach gemeint, dass sie die Hitze bald nicht mehr aushält.... sie sagte, um 17 Uhr hatte es 39°C auf ihrem Thermometer. So direkt in Zahlen wollte ich es allerdings gar nicht wissen...












Am Freitag und Samstag gibt es hier in Krabi einen Nachtmarkt. Das scheint DIE Attraktion zu sein, weil offenbar die ganze Stadt dort war. Die Mopeds haben die ganze Hauptstraße entlang in 2er Reihe geparkt. Es ist aber auch faszinierend. V.a. gibt es hier Essen, das ich kaum identifzieren konnte, aber auch gegrillten Tintenfisch, Wachtelspiegeleier und jede Menge Fruit-juices. Hier habe ich nun auch die Shoppingwoche offiziell eröffnet! Nachdem ich die Kleidungsstücke aus Khao Sok wohl einschläfern lassen muss, habe ich wieder ein bisschen mehr Platz im Koffer!

























Heute habe ich vermeintlich die "Fähre" nach Raylei genommen. Vermeintlich deshalb, weil das Schiff, das am Pier liegt wie sich herausgestellt hat nur der Durchgang zu der hölzernen Nussschale ist, mit der man an den Strand gebracht wird. Dort gibt es kein Pier, sondern muss ins Wasser aussteigen und so auch wieder ins Boot klettern. Hat was. Für mich als Tagesgast kein Problem, ich habe aber auch ganze Familien beobachtet, die mit dem kompletten Gepäck für 2 Wochen so angekommen sind. Die waren teilweise nicht ganz so amused...
Ich hab jedenfalls den Tag faul am Strand verbracht und war am Nachmittag fasziniert von der Ebbe, die sich hier extrem auswirkt. Ich bin erheblich weiter draußen ins Boot eingestiegen, als ich ausgestiegen bin - siehe vorher-nachher-Bild.




































Für die Interessierten übrigens, WLAN ist hier nicht besonders verbreitet, es gibt aber alle paar Meter Internetcafes, die brechend voll sind. Ich sitze offenbar im einzigen öffentlichen wifi -Spot der Stadt, dem Green Tea Guesthouse. Wie ich gerade mitgehört habe, hatte die Besitzerin bis vor ein paar Jahren eine Bungalow-Siedlung auf Koh Phi Phi, bis der Tsunami alles zerstört hat. Ihre Familie hat überlebt, aber einige Angestellte nicht, soweit ich das verstanden hab. Es scheint ihr gut zu gehen, nur würde sie kein Hotel mehr direkt am Strand eröffnen.
So, heute nochmal Nachtmarkt und morgen geht´s schon wieder zurück Richtung Norden. Erstmal nach Suratthani per Bus und dann Richtung Bangkok per Zug. Vielleicht bleibe ich vorher aber doch noch ein bisschen in Chumpon hängen, wie Hanni mir geraten hat....

Donnerstag, 25. Februar 2010

Affen, Wasser, Wald, Höhle, viel mehr Wasser

Bin ich fertig! Diese 2-Tagestour war sowohl wunderschön als auch ziemlich anstrengend.



Um 9 Uhr früh sind wir mit dem Minivan abgeholt worden und erstmal eine Stunde zum Bootsanlegeplatz gefahren, dann noch eine Stunde mit dem Boot zu unserer Reihenhaussiedlung auf dem See. Hab ich mich letztes Mal über die Spalten zwischen den Brettern ausgelassen? Hier besteht der Boden aus Ästen über die Bambus"matten" gelegt wurden. Alles sehr luftig, alles sehr schwankend und knacksend, aber man gewöhnt sich sehr bald dran. Ganz wichtig ist, alles festzuhalten, was man in der Hand hat.




































Nach einer kurzen Pause und einem Schwumm im äußerst warmen See ging es auch schon los mit der ersten Wanderung. Mit mir waren zwei Pärchen, eines aus Deutschland (Thomas und Scarlett), eines aus Frankreich (Guillaume und Ni), zusammen mit Adam unserem Guide waren wir also zu 6t unterwegs.
Der Weg führte 2 Stunden lang durch den Dschungel, immer wieder unterbrochen von Adams Stops, bei denen er plötzlich stehenblieb, einen Satz in den Wald machte und meistens mit einem Getier wieder herauskam. Wir haben nicht herausgefunden, wie er z.B. Chamäleons von so weit weg sehen konnte. Guillaume sagte dazu: "He doesn´t see it, he smells it!" Auf dem Weg haben wir also Chamäleons, Flugsaurier (?), Spinnen, Nashornvögel usw gesehen, bis wir am Höhleneingang angekommen waren. Schon am Weg hierher sind wir durch kleinere Flüsschen gewatet, wo ich bemerkt habe, dass meine Trekkingschuhe tatsächlich wasserdicht sind, allerdings eben nicht von dort, wo die Füße reinkommen. Ich hatte also bald mal meine eigenen kleine Teiche mit. Aber was jetzt kam, hat er uns vorher nur angedeutet. In der Höhle konnte ich die spannendsten Passagen leider nicht fotografieren, weil wir bis zum Bauch, bis zum Hals oder überhaupt schwimmend im Wasser durch mussten. Adam hatte unsere Sachen in der Zeit in seinem Ocean-Pack, ein wasserdichter Seesack. Wir waren auch alle eigentlich nur mit einem Plastiksackerl unterwegs, in dem Wasser und Fotoapparat waren. Also keine Rucksackschlepperei.
Ein Stück war so eng, dass ich gerade durchgepasst habe und vor mir ging es ca. 1 1/2 m glitschig hinunter... da rattert man zwar schnell sämtliche Ausreden im Kopf durch, aber im Grunde nützt es nichts, irgendwo anhalten, runter und dann gleich weiterschwimmen. Natürlich war es stockfinster und wir mit Stirnlampe unterwegs. Man sieht damit nicht, wo man hinspringt, sondern vertraut ganz auf Adam... Heiß war mir jedenfalls schon lange nicht mehr und von einer Kletterpartie zur nächsten hat es mir mehr gefallen. Ich habe mich nur gewundert, dass ich durchgehalten habe! Übrigens ein Wort zum Schuhwerk. Außer mir sind alle mit Flip Flops unterwegs gewesen, die sich früher oder später mehr oder weniger aufgelöst haben. Ni hat es mit ihren Lederriemchensandalen besonders arg getroffen, sie durfte dann mit Adams Flip Flops, die ihr gute 4 Nummern zu groß waren, den Rückweg antreten... er ging barfuß zurück.






















Nach insgesamt 4 Stunden waren wir wieder bei den Hütten, wo es eine kleine Stärkung mit Ananas und Wassermelone gab und dann rein ins Kanu und paddeln. Ich saß mit Adam im Boot. Der Steuermann unseres Longtailbootes (siehe Bild hinter mir im Kanu) ist auch mitgefahren und wollte sich immer wieder Wettrennen mit Adam liefern... fast beschämenderweise muss ich sagen, dass wir ihn nicht immer abhängen konnten.... aber er ist ja auch nicht mitgewandert!











Als wir zurückgekommen sind, war es bereits dunkel und wir konnten uns endlich trockenlegen und etwas essen. Anschließend noch eine kleine Nachsafari per Boot, danach hat uns aber nichts mehr halten können, ins Bett und endlich schlafen!
Am nächsten Morgen ging es um 7 Uhr schon wieder los zur Morgenbootsfahrt mit einem kurzen Ausstieg in den Dschungel, wo wir noch mehr Affen und Nashornvögel gesehen haben.
























Nach dem Frühstück konnten wir noch kurz verschnaufen und dann mussten wir unsere Hütten auch schon wieder verlassen. Ein Stück weiter mit dem Boot und dann kam der Aufstieg. Es war bereits fast Mittag und wir durch den Wald teilweise steil bergauf, teilweise kletternd.... ich hätte fast einen Mord begangen. Adam hat unterwegs erzählt, dass die Zikaden als Babies in der Erde leben, um sich dann zu verpuppen "to change their body". Das hätte ich auch gerne getan und zwar hätte ich gerne kurz den Body von Reinhold Messner gehabt. Ich war nur zu kraftlos, um mir ein Loch zum Verpuppen zu graben.













Die ganze Anstrengung hatte übrigens den Sinn, zum "Viewpoint" zu kommen. Den sieht man auf dem folgenden Bild... ein Loch im Blättervorghang. Wir waren irgendwie ein bisschen ratlos....











Aber OK, von nun an ging´s bergab und ich war wieder bei Puste. Es wurde noch schwüler und kaum waren auf der anderen Seite des Hügels, wo unser Boot inzwischen hingefahren ist, fing es an zu regnen. Und zwar sehr, mit Blitz und Donner. Das Scheppern der losen Wellblechteile des Daches war auch nicht so beruhigend, aber die Sache mit dem Buddhismus scheint zu funktionieren. Bei Scarlett nicht so, die hat immer mehr alle möglichen Umstände dafür verantwortlich gemacht, dass es jetzt regnet. Wir haben zwei Stunden hier gewartet, aber es wurde nicht besser. So wurde beschlossen, es zu riskieren und zurückzufahren. Auf dem Boot konnten wir sowieso nicht nasser werden als wir ohnehin schon waren.


































Wir haben überlebt! So fühlt es sich jedenfalls an.... und um einige Phobien ärmer. Zurück im Resort bin ich mit den beiden Franzosen erstmal eine gute Stunde nur auf der Terrasse gesessen, wir waren zu fertig für alles.
Mittlerweile habe ich eine neue Hütte, diesmal mit Fliesenboden und auch mit Affen auf der Terrasse. Heute stören sie mich aber nicht mehr.... sie klauen nur einfach alles, was draußen liegen bleibt oder auf der Leine hängt.
Jetzt muss ich wieder mal packen, morgen um 8 geht der Bus nach Krabi. Ich hoffe auf einen Tag am Strand! Und bis dahin... gute Nacht!













Dienstag, 23. Februar 2010

übers Meer in den Dschungel

Ich hatte heute einen echten Durchhänger. Es ist einfach lächerlich heiß, mein Rücken brennt wie Feuer und ich habe keine Ahnung, wie ich die nächsten 2 Tage mit einem Rucksack trekken gehen soll. Aber der Reihe nach:


Gestern habe ich den Pancake-Mann am Pier aufgesucht und kann den schwangeren Leserinnen und allen, die sonst gern essen empfehlen: Pineapple-Pancakes! Hinter mir hat sich einer Erdbeeren + Nutella bestellt, das klingt fast noch besser!!

Um 9 hat das Nachtboot abgelegt und das war eine recht kuschelige Angelegenheit - im Sinne von eng. Die Matratze war hart, was mir sonst egal ist, aber ich war ja rückentechnisch angeschlagen. Links von mir ein italienisches Pärchen, das sich zum Glück kompakt und platzsparend verhalten hat und rechts von mir drei Steirer, die als Team im Kabarett eine Karriere vor sich haben könnten. Als gegenüber der Ventilator mit lautem Krachen heruntergefallen ist, haben sie versucht vorauszusehen, in welcher Reihenfolge sich jetzt das ganze Schiff in seine Bestandteile zerlegen wird. Dabei lagen sie allerliebst mit Sarongs zugedeckt da wie die Ölsardinen. Über mir und dem Mann neben mir hing auch so ein Ding. Wir haben kurz sorgenvoll nach oben geschaut, uns kurz sorgenvoll angeschaut, mit der Schulter gezuckt und die Augen zugemacht. Never forget the Buddha inside! Außerdem hat ein winziges Hundebaby das ganze Schiff unterhalten, was gut war, weil die Fahrt sehr sehr sehr schaukelig war und dauernd irgendwo einer alles Üble in sich herausgelassen hat... Jedenfalls lagen wir im entzückenden Massenlöffelchen da am Schiff und haben mehr oder weniger geschlafen.




Um halb 5 Uhr früh sind wir in Suratthani angekommen, wurden auf die verschiedenen Transportmittel aufgeteilt und dann wieder warten im Office.







Ich bin dann mit dem normalen Linienbus nach Khao Sok gebracht worden, was wunderbar war, weil ich auch noch ein bisschen was von der Stadt gesehen hab. Die Mönche und sogar drei Nonnen (in weiß gehüllt) bei ihrer morgendlichen Einsammelrunde, die Essenstände, die um 6 Uhr früh schon Vollbetrieb haben und vor denen immer morgens und abends Tische und Bänke aufgestellt werden, wo innerhalb kürzester Zeit alle Plätze belegt sind. Und dann gab´s Sonnenaufgang mit Nebel überm Dschungel....















Meine Hütte hier ist "interessant". Der Boden besteht aus ca. 2cm dicken Brettern, mit Spalten zum nach unten Durchschauen.... normalerweise kann ich ja keinen Fuß auf durchsichtige Untergründe setzen, aber hier geht´s irgendwie. Das Licht wird halb so hell wenn man die Dusche aufdreht und die Stecker hab ich mit Klebeband in der Steckdose befestigt, damit sie drin bleiben. Aber immerhin Strom! Einen ziemlichen Schrecken hat mir ein plötzliches Gerumpel eingejagt. Vor dem Fenster saßen mehrere Affen und wollten unbedingt rein. Einer ist gegen das (kaputte) Fliegengitter gesprungen und die Biester wissen sogar, wie man das Schiebefenster aufmacht, wenn es nicht abgesperrt ist. Ich hab den Vorhang vorgeworfen und das Fenster zugeschoben... und verriegelt.







Ein Chang-Beer "Tempel".









Aussicht von meiner Terrasse.



Jetzt ist es zum Glück wieder kühler und ich habe tatsächlich auch Hunger. Morgen geht´s auf eine 2-Tagestour zum See, wo ich in den schwimmenden Hütten übernachten werde. Es ist ja erstaunlich, wo es überall WLAN gibt, hätte ich nicht gedacht, aber ich glaube, am See definitiv nicht...

Sonntag, 21. Februar 2010

Sonne, Sand, Meer, Fische, Sonnenbrand

Die Arbeit des Tages: Schnorcheltour um die Insel und Sonnenbrand pflegen.
(Und ein PS gleich am Anfang: Danke an alle für die vielen lieben Nachrichten und Kommentare! So fühle ich mich eigentlich gar nicht "alleine" unterwegs.)

Morgens ging es mit dem Pick-up Taxi zum Pier. Dort war wieder mal warten angesagt, bis alle eingetrudelt sind und das Boot voll war. Ziemlich interessante Mischung von ca. 50 Leuten: Eine junge Chinesin hatte wie ich vermute die Hölle auf Erden an diesem Tag. Sie mag keine Boote, Meer nur von oben, Fische nur am Teller und allein der Anblick eines Schnorchels löst bei ihr einen Würgereflex aus. Dafür saß sie dekorativ gestylt am Bootsrand und hat uns beobachtet. Sie hat mir aber schon ein bisschen leid getan, weil sie sagte, sie will schon, aber sie kann einfach nicht.... Außerdem recht unterhaltsam waren zwei junge Britinnen ("I don´t mind fish, as long as they don´t come up to me") und die unvermeidlichen Show-off Italiener, die ausschließlich kunstvoll und mit lautem Geschrei ins Wasser gesprungen sind.

Wir sind also um die Insel geschippert und haben bei ein paar Buchten gestoppt zum Schnorcheln. Mango Bay war besonders schön (Lotte, ich hab Grüße ausgerichtet)! Dann noch am Strand von Nguyen Resort den letzten Halt gemacht. Das ist eigentlich eine Privatinsel, die um die Mittagszeit von sämtlichen Ausflugsbooten heimgesucht wird. Man muss auch 100 Baht zahlen und verschiedene Regeln einhalten: keine Flossen beim Schnorcheln wegen der Korallen, keine Plastikflaschen, keine Dosen, keine Muscheln sammeln ("no seashell collection here") usw.




































Am Weg zurück ins Hotel hab ich erst bemerkt, dass ich einen ordentlichen Sonnenbrand bekommen hab. Trotz 30er Sonnencreme und Schatten so viel wie möglich. Vielleicht hätte ich doch mit Leiberl ins Wasser gehen sollen.

Vor dem Hotel haben sie übrigens gerade Bäume gepflanzt. Und natürlich stehe ich hinter den beiden, die vom Chefsessel aus zuschauen ;)

Ich hab einen neuen Bungalow bekommen, der noch näher am Wasser liegt und der Sonne beim Untergehen zugeschaut.


Morgen bin ich tagsüber noch auf der Insel bevor es abends mit dem Nachtboot nach Suratthani auf´s Festland geht.